Münster erreichen: Anfahrt mit Auto und Bahn

Der öffentliche Nahverkehr ist häufig erste Wahl

Münster ist eigentlich eine gut zu erreichende Stadt: Es gibt einen großen neuen Bahnhof für Anreisende aus ganz Deutschland, das regionale Busnetz sorgt für eine einfache Anbindung ans umliegende Münsterland und auch die Anfahrt mit dem PKW ist aufgrund der direkten Anbindung an die Autobahn äußerst simpel.

Doch jedes der drei Verkehrsmittel bringt so seine kleinen Probleme mit sich…

Anfahrt mit dem Auto

Zwei Autobahnen führen nach Münster oder unmittelbar an der Stadt vorbei: Die A1 sowie die A43. In den meisten Fällen stellt die A1 die beste Wahl dar, die im Norden über Osnabrück und Bremen nach Hamburg sowie im Süden nach Köln führt.

Die westlich parallel verlaufende A43 durchzieht über Recklinghausen, Herne und Bochum / Witten das Ruhrgebiet, ist ansonsten jedoch nur als Ausweichroute sinnvoll, wenn es auf der A1 arg staut – was nicht selten vorkommt.

Eine weitere wichtige Verbindung ist die B54, die im Westen bis nach Gronau und Enschede führt. Etwas schwieriger gestaltet sich die Anfahrt aus Ostrichtung. Entweder stößt man hier im Norden oder Süden auf die A1 oder aber man fährt bis Beckum auf der A2 und dann auf der Landstraße weiter, was bei normaler Verkehrslage etwa eine Stunde in Anspruch nimmt.

Wer die Innenstadt und Altstadt von Münster erreichen will, nutzt üblicherweise aus Nordrichtung die Autobahnausfahrt Nienberge, von wo aus es über die B54 / Steinfurter Straße geht. Aus Südrichtung hingegen fährt man am Autobahnkreuz Münster-Süd ab und nutzt dann die B51 / B219 am Aasee vorbei.

Das größte Problem der Anfahrt mit dem Auto ist neben den häufigen Staus auf der A1 das Parken: Vor allem am Wochenende und in der Weihnachtszeit sind Parkplätze in der Stadt häufig absolute Mangelware, aber selbst in der Woche kann es manchmal eng werden.

Mit der Bahn nach Münster

Der Bahnhof von Münster galt lange Zeit als Schandfleck der Innenstadt, doch nach äußerst aufwendigen Renovierungs- und Bauarbeiten steht nun der sehr ansehnliche neue Bahnhof, bei dem vor allem das helle, einladende Empfangsgebäude positiv herausragt.

Die Anbindung ans umliegende Münsterland, den Rest von Nordrhein-Westfalen sowie das südliche Niedersachsen und die östlichen Niederlande ist dank zahlreicher RB und RE gut bis sehr gut, lediglich die „Langstrecke“ lässt ein wenig zu wünschen übrig, denn eine wirkliche Anbindung an das ICE-Netz existiert nicht.

Nur zwei ICEs gibt es pro Tag, welche die Strecke durch das Ruhrgebiet über Köln, Frankfurt Flughafen, Stuttgart und München bedienen. Etwas besser sieht es mit dem IC aus, der vor allem die Nord-Süd-Route von Hamburg über Bremen bis Baden-Württemberg oder Bayern mehrmals am Tag fährt.

Wer hingegen aus Richtung Hannover oder Berlin kommt, muss sich mit zwei Zügen pro Tag begnügen. Eine bessere Option stellt für Reisende aus dem Nordosten und Osten der Umstieg in Hamm oder Köln dar – was sich jedoch natürlich auch in der Fahrzeit niederschlägt. Mit dem Auto ist man dann doch oft schneller unterwegs.

Busse aus dem Münsterland

Sehr gut ist hingegen, wenig überraschend, das (über-)regionale Busnetz. Sowohl zur Anreise aus dem Münsterland als auch für Ausflüge in selbiges kann man Busse bestens nutzen. Hier sollte man lediglich vergleichen, was günstiger ist: Die Anfahrt mit dem Bus oder mit der Bahn.

In der Regel ist für Touristen aus dem Münsterland die Anreise mit der Bahn schneller und einfacher, während alle Ausflügler, die in das Münsterland hineinfahren wollen, einzelne Ziele besser mit dem Bus ansteuern können. Hilfreich bei der Planung sind Google Maps und die Website des RVM.

Die Kosten sind allerdings nicht ohne: Ein Tagesticket für eine Person kostet im Netz Münsterland derzeit sage und schreibe 38 Euro, eine Einzelfahrt ist ab knapp 17 Euro zu haben. Allerdings sind die hohen Preise offenbar Teil eines Konzepts, denn auch in Münsters Innenstadt kommt man mit 2 Euro pro Fahrt nicht gerade günstig weg…

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