Haus Rüschhaus & Burg Hülshoff

Nicht nur für Literaturfreunde den Besuch wert

Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten von Münster, die sich nicht mitten im Stadtzentrum oder seiner unmittelbaren Umgebung befinden, sind das Haus Rüschhaus und Burg Hülshoff.

Sie liegen im Nordwesten, unweit des Autobahnkreuzes Münster-Nord und nahe des Stadtteils Nienberge, sind mit Auto, Bus und Fahrrad jedoch gleichermaßen gut zu erreichen. Und es ist ein Abstecher, der sich durchaus lohnen kann, wenn man mindestens zwei Tage bzw. ein ganzes Wochenende in der Stadt verbringt…

Über das Haus Rüschhaus

Einmal mehr treffen wir hier auf den Namen Johann Conrad Schlaun, hat der renommierte Architekt doch auch diesen kleinen Landsitz Mitte des 18. Jahrhunderts entworfen und darüber hinaus in den ersten Jahren als Sommerresidenz sogar bewohnt.

Noch bekannter ist das Anwesen heute jedoch für eine andere Bewohnerin: Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts hier lebte.

Heute gehört das Haus Rüschhaus dem Stadtmuseum, wird jedoch von der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung genutzt und ist für Besucher mit Einschränkungen zugänglich. Das Außengelände mit seinem vor allem im Frühsommer und Sommer sehenswerten französischen Barockgarten und seinen Wassergräben kann frei besucht.

Das Innere des Hauses, das Museum, bekommt man hingegen nur im Rahmen von persönlichen Führungen zu Gesicht. Aufgrund des historischen Zustands ist das jedoch nachvollziehbar und die schönen, gut erhaltenen Räume sind den Besuch zweifellos wert.

Burg Hülshoff

Burg Hülshoff & Veranstaltungen

Üblicherweise mehrmals im Jahr lädt das Haus Rüschhaus zu besonderen Veranstaltungen ein; vor allem die Kammermusik ist eine Überlegung wert, wenn man zufällig genau zum richtigen Zeitpunkt in der Stadt ist. Weitere Veranstaltungen gibt es in der nicht weit entfernten Burg Hülshoff, die unter anderem zu Lesungen, Ausstellungen und Abendspaziergängen einlädt.

Die Burg Hülshoff, eine sehenswerte Wasserburg, spätestens im 11. Jahrhundert erbaut und Geburtsort von Annette von Droste-Hülshoff, wird am besten gleich im Anschluss an den Landsitz besucht, wofür man allerdings ein Auto oder Fahrrad benötigt – eine brauchbare Busverbindung existiert nicht und die mehr als vier Kilometer zu laufen, stellt eher eine mittelmäßige Option dar.

In der Burg Hülshoff gibt auch ein ganz gutes Café und Restaurant, wenn man nach einer Besichtigung einkehren möchte.

Öffnungszeiten & Eintritt

Haus Rüschhaus öffnet von April bis Oktober, immer von Dienstag bis Sonntag. Führungen gibt es meistens um 11, 12, 14 und 15 Uhr, in der Hauptsaison auch um 16 Uhr. Die Gärten können im Rahmen der Öffnungszetien frei besucht werden. Eintritt 5 Euro für Erwachsene, ermäßigt 3,50 Euro, auch für Kinder und Jugendliche.

Die Burg Hülshoff hat von Mitte März bis Ende November geöffnet, in der Hauptsaison täglich von 11:00 bis 18:30 Uhr. In der Nebensaison ist der Montag Ruhetag, manchmal auch der Dienstag, außerdem schließt die Burg dann früher.

Die Eintrittspreise sind die gleichen wie zuvor, außerdem werden Kombitickets für beide Sehenswürdigkeiten angeboten: 8 Euro für Erwachsene, 6 Euro ermäßigt.

Bildnachweis: muensterland (CC BY-SA 2.0)

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