Lambertikirche

Bekannt für die Käfige der Widertäufer

Die Lambertikirche – genau genommen: die St.-Lamberti-Kirche – zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Münster und ist auch über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt, was vor allem den Käfigen der Widertäufer an ihrem Turm, aber auch ihrem Standort zu verdanken ist: Am nördlichen Ende des Prinzipalmarkts gelegen, wird sie vermutlich sogar auf mehr Fotos abgelichtet als der Dom.

Die Käfige der Widertäufer

Über einen Zeitraum von ziemlich genau 150 Jahren hinweg wurde die Lambertikirche von 1375 bis 1525 erbaut, wie so oft in Münster aus Baumberger Sandstein und weitgehend finanziert von den wohlhabenden Kaufleuten und Händlern der Stadt.

Über die Jahre hinweg wurden zahlreiche Erweiterungen und Veränderungen an dem Bauwerk vorgenommen, unter denen vor allem der Kirchturm hervorsticht, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts hin komplett niedergerissen und neu erbaut wurde.

Er ähnelt heute dem Turm des Freiburger Münsters und überragt mit einer Höhe von gut 90 Metern alle anderen Gebäude in der Innenstadt. Außerhalb sind lediglich der Fernmeldeturm und die Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Mauritz noch deutlich respektive einen Tick höher.

Käfige der Widertäufer

Vor allem bekannt ist die Lambertikirche jedoch eben dank der drei Käfige der Widertäufer, deren Originale bis heute am Kirchturm hängen. In ihnen wurden im Jahre 1536 die Leichname der letzten drei Anführer des Täuferreichs von Münster mahnend und abschreckend der Bevölkerung dargeboten.

Nachbildungen der Käfige kann man im großartigen Stadtmuseum von Münster aus der Nähe angucken und mehr über die Widertäufer lernen. Auch in einer Episode der TV-Reihe „Wilsberg“ spielten sie eine Rolle.

Sehenswert ist darüber hinaus aber auch das Äußere sowie das Innere des Kirchenschiffs. Hervorzuheben sind dort die natürlich nicht historische, aber große, schwebende Hauptorgel sowie die zahlreichen Verzierungen und Figuren der aufwendigen Fassade.

Ebenfalls bemerkenswert: Die Lambertikirche ist eine der wenigen Kirchen in Deutschland mit einem Türmer, ein Amt das derzeit – Gott bewahre! – gar von einer Frau bekleidet wird. Von Mittwoch bis Montag bläst sie vom Kirchturm aus von 21 bis 24 Uhr zur halben und vollen Stunde in ein lautstarkes Horn.

Der Kirchturm selbst kann derzeit leider nicht erklommen werden.

Lambertikirche von innen

Lambertikirche: Öffnungszeiten & Parken

Die Öffnungszeiten sind sehr touristenfreundlich: Von Montag bis Samstag öffnet die Kirche ihre Pforten von 8 bis 19 Uhr, Sonntags ab 9 Uhr. Ruhezeiten gelten natürlich während der Gottesdienste, die von Montag bis Samstag um 9 Uhr und um 18 Uhr abgehalten werden. Sonntags sowie an Feiertagen gibt es drei Messen; um 10 Uhr, 11:15 und 18 Uhr.

Parken kann man, wie eigentlich immer in Münsters Altstadt, in der unmittelbaren Umgebung: Das Theater-Parkhaus, der Parkplatz am Domplatz oder auch die Parkhäuser Alter Steinweg und Stubengasse stellen brauchbare Optionen dar.

Darüber hinaus lässt sich ein Besuch der Lambertikirche bestens in einen Stadtrundgang durch Münster einbinden, der üblicherweise sogar am Prinzipalmarkt oder in seiner unmittelbaren Umgebung beginnen könnte.

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