Münster bei Regen: Was tun bei schlechtem Wetter?

Perfekt auf schlechtes Wetter eingestellt...

In Münster gibt es ein recht bekanntes Sprichwort: „Entweder es regnet oder es schlagen die Glocken. Und wenn beides zusammenfällt, dann ist Sonntag.“ Eine Anspielung auf die vielen Kirchen in der Stadt, aber eben auch auf den Regen – denn schlechtes Wetter ist etwas, mit dem man in Münster immer rechnen muss.

Dabei ist es gar nicht einmal die Niederschlagsmenge, die Münster so regenreich wirken lässt, sondern die Anzahl der Tage im Jahr, an denen etwas vom Himmel kommt: 190 Tage mit Niederschlagen bedeutet schließlich nichts anderes, als dass es im Schnitt häufiger als jeden zweiten Tag regnet oder schneit.

Und die Jahreszeit hat kaum einen Einfluss auf die Häufigkeit der Niederschläge, werden doch selbst im Mai und Juni im Schnitt 13 Regentage gezählt. Und im Hochsommer, also im Juli und August, sind es sogar jeweils 16 Regentage.

Immerhin ist der Regen an vielen Tagen eher „leichter“ Natur, so dass man mit einem Schirm oder eine Regenjacke durchaus einen Stadtrundgang unternehmen kann, ohne klitschnass zu werden.

Ein Stadtbesuch bei Regen

Darüber hinaus ist Münster, eben weil es so häufig regnet, recht gut auf schlechtes Wetter eingestellt. Vor allem im Stadtzentrum ist es, wenig überraschend, bestens möglich, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit beziehungsweise von Geschäft zu Geschäft zu gehen, ohne allzu nass zu werden.

Insbesondere gilt das für den Prinzipalmarkt, den Mittelpunkt der Altstadt, über den man auf beiden Seiten unter den Giebelhäusern an den Schaufenstern überdacht vorbeiziehen kann. Das Rathaus kann so problemlos besucht werden, aber auch zum Dom sind es nur ein paar Schritte, die kein großes Hindernis darstellen sollten. Vor allem, wenn dort auch noch der Wochenmarkt auf dem Domplatz stattfindet, auf dem man sich zumindest unter dem ein oder anderen Stand ganz gut unterstellen kann.

Münster bei schlechtem Wetter

Ebenfalls gut zu besuchen sind die meisten Kirchen in Münsters Altstadt, etwa die Lambertikirche und die Überwasserkirche. Erstere liegt am nördlichen Ende des Prinzipalmarkts, Letztere nur ein Stück westlich des Doms, sodass man sich hier recht gut vorarbeiten kann. Ebenso sind natürlich die beiden Haupteinkaufsstraßen im Stadtzentrum – die Salzstraße und die Ludgeristraße – beliebte Anlaufstellen bei Regen.

Außerdem könnte man den Besuch eines Museums oder sogar mehrerer Museen in Erwägung ziehen. Erste Wahl ist hierbei das Stadtmuseum an der Kreuzung von Salzstraße und Promenade in Richtung Bahnhof, aber auch das LWL-Museum für Kunst und Kultur und das Archäologische Museum, beide am Domplatz, sowie das Picassomuseum in den Arkaden zwischen Königs- und Ludgeristraße sind eine Überlegung wert.

Wer die Stadt mit dem Auto besucht oder nichts gegen eine kurze Busfahrt einzuwenden hat, könnte sogar über den Besuch des Zoos nachdenken, der sich nicht umsonst Allwetterzoo nennt: Fast alle Gehege beziehungsweise Tierhäuser lassen sich auf überdachter Strecke erreichen, sodass Regen und schlechtes Wetter kaum stören.

Bei schlechtem Wetter meiden

Dennoch gibt es selbstredend einige Sehenswürdigkeiten, die man bei dunklem Himmel besser meiden sollte: Der Aasee ist dann keinen Besuch wert, ebenso wenig wie das Mühlenhof Freilichtmuseum in seiner Nähe.

Auch das Schloss stellt dann kein sinnvolles Ziel dar: Zum einen ist der Weg auf offener Strecke, also ohne Möglichkeiten, sich unterzustellen, recht weit. Zum anderen lebt das Schloss von seinen Grünflächen und Botanischen Gärten, die bei Nässe und dicken Wolken kein schönes Bild abgeben.

Wichtig: Informieren Sie sich bei einem Besuch von Münster im Voraus unbedingt über das Wetter und gehen Sie davon aus, dass – sollte es auch nur eine geringe Regenwahrscheinlichkeit geben – diese eintrifft. Zumindest einen Schirm sollte man für einem Wochenendurlaub immer mitnehmen, aber auch eine Regenjacke oder ein Regencape sind nicht verkehrt.

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