Museen in Münster

Große Vielfalt im Stadtzentrum

Münster ist eine Stadt mit vielen Museen, doch nicht alle davon muss man angesichts all der anderen Sehenswürdigkeiten bei einem nur kurzen Besuch der Stadt gesehen haben. Welche Museen es gibt, was sie bieten und wo sich der Besuch lohnt, hier im Überblick!

Von Museum zu Museum

Archäologisches Museum: Das Archäologische Museum gehört zur Westfälischen Wilhelms-Universität und befindet sich in bester Lage direkt am Domplatz. Hier gibt es in erster Linie Ausstellungsstücke von der griechischen Antike bis zur römischen Kaiserzeit zu sehen: Abgüsse von Skulpturen, Münzen und Vasen.

Es existiert bereits seit 1884, doch aufgrund der kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist die heutige Sammlung erst seit dem Jahre 1958 entstanden. Da der Bezug zu Münster sehr gering ist und es weitaus größeren Museen dieser Art gibt, lohnt sich der Besuch nur bedingt. Bis mindestens Frühjahr 2018 ist der Zugang aufgrund von Renovierungsarbeiten ohnehin nicht möglich.

Picassomuseum Münster

Kunstmuseum Pablo Picasso: Das auf einer Seite in die Münster-Arkaden integrierte Picassomuseum zeigt 800 Lithografien des berühmten Künstlers – nahezu alle, die er jemals kreiert hat – und gilt als das einzige in ganz Deutschland. Regelmäßige Sonderausstellungen zeigen darüber hinaus zahlreiche Bilder weiterer Maler und Künstler.

Auch wenn Picasso nicht viel mit der Stadt zu tun haben mag, ist der Besuch aufgrund der enormen Sammlung eine Überlegung wert. Im Gegensatz zu einigen anderen Museen in Münster muss man allerdings Eintritt zahlen und mit 10 Euro für Erwachsene nicht ganz wenig. (Besser: Mit der münstercard, ohne zusätzliche Kosten.) Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr, ausgenommen manche Feiertage und Ausstellungswechsel.

Landesmuseum Münster

LWL-Museum für Kunst und Kultur: Oft auch als Landesmuseum bezeichnet, befindet es sich wie das Archäologische Museum direkt am Domplatz. Es gilt als das wichtigste Kunstmuseum der Region und verfügt mit mehr als 450.000 Ausstellungsstücken über eine riesige Sammlung. Sehenswert ist neben den Exponaten auch der erst im Herbst 2014 eröffnete Neubau, der die Ausstellungsfläche noch einmal enorm erweitert hat.

Der Eintritt kostet regulär 8 Euro und lohnt sich aufgrund der Größe der Ausstellung, ein gewisses Interesse an den schwerpunktmäßig dem Mittelalter sowie der jüngeren Geschichte entstammenden Werken vorausgesetzt: Viele Gemälde, aber auch Reliefs und Skulpturen gilt es zu bestaunen.

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag, einige wenige Feiertage ausgenommen, von 10 bis 18 Uhr. An jedem zweiten Freitag eines Monats ist der Eintritt sogar bis 22 Uhr möglich und kostenlos.

Naturkundemuseum mit Planetarium: Das LWL-Museum für Naturkunde, wie es offiziell heißt, liegt ein klein wenig außerhalb des Zentrums am Aasee, in der Nähe von Allwetterzoo und Mühlenhof. Vor allem bei Kindern leuchten häufig die Augen, wenn sie Dinosaurier und Mammuts sehen. Doch auch für Erwachsene lohnt sich der Besuch, insbesondere dank des schönen Planetariums sowie häufig interessanter Sonderausstellungen. Am besten mit dem Zoo kombinieren!

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr, Eintrittspreis regulär 6,50 Euro für das Museum, 10,50 Euro im Kombiticket mit dem Planetarium.

Mühlenhof-Freilichtmuseum: Ebenfalls in Verbindung mit dem Besuch von Zoo und Naturkundemuseum wäre ein Abstecher zum Mühlenhof denkbar, auch wenn man mit allen drei Attraktion an einem Tag schon an die Grenze des Machbaren stößt – denn das sehenswerte Freilichtmuseum mit seinen gut 30 historischen Bauwerken (Bauernhäuser, Werkstätten, eine Landschule) sollte man nicht mal schnell im Vorbeigehen abhaken.

Da der Bezug zum Münsterland größtmöglich ist, sollte es sogar mindestens die dritte, wenn nicht sogar die zweite Wahl darstellen, möchte man ein Museum in Münster besuchen. Der Eintrittspreis ist mit regulär 5 Euro äußerst fair. Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, im Winter nur am Wochenende.

Museum für Lackkunst: Auch wenn man sich unter Lackkunst zunächst nicht viel vorzustellen vermag, überrascht das Museum mit einer vielfältigen, gut 1000 Stück starken Ausstellung, die Exponate aus Europa, Asien und dem arabischen Raum zeigt – unter anderem Lackmalereien und Schnitzlackarbeiten mit teilweise unvorstellbarer Detailarbeit. Ungewöhnlich, aber gerade deshalb den Besuch wert!

Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von mindestens 12 bis 18 Uhr, der Eintrittspreis ist mit nur 3 Euro kaum der Rede wert. Das Lackmuseum befindet sich in der Windthorststraße, unweit des Hauptbahnhofs.

Porzellanmuseum: Keine feste Bleibe hat derzeit Porzellanmuseum, das die westfälische Geschichte der Porzellanmalerei ab Mitte des 19. Jahrhunderts zeigen will. Von Montag bis Freitag kann man aktuell von 10 bis 12:30 Uhr im Torhaus am Neutor II vorbeischauen. Lohnt sich eigentlich, aber mit festem Sitz wäre schon schöner…

Stadtmuseum Münster am Salzhof

Stadtmuseum: Kann man nur ein Museum in Münster besuchen, sollte es das Stadtmuseum in der Salzstraße sein. Anschaulich, lehrreich, aber nie belehrend, bringt es seinen Besuchern die Geschichte der Stadt nahe – von den Anfängen als Siedlung über das recht ruhmreiche Mittelalter und die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart.

Tolle Modelle und spannende Ausstellungsstücke (Imitate der Widertäuferkäfige, ein alter Tante-Emma-Laden, ein historisches Café) runden das Gebotene ab. Bei auch nur kleinem Interesse an der Historie Münsters ein absolutes Muss!

Geöffnet von Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende ab 11 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, mitbringen sollte man lediglich zwei bis drei Stunden Zeit, mindestens.

Zwinger: Weitere Ausstellungen findet man hin und wieder auch im Zwinger von Münster an der Promenade, der für sich genommen im Sommer Sonntags von 14 bis 18 Uhr besucht werden kann – oder man geht im Rahmen eines Stadtrundgangs zumindest einmal an ihm vorbei.

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