Prinzipalmarkt

Einst Markt, heute (teures) Einkaufszentrum

Der Prinzipalmarkt zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Münster. Der historische Markt begeistert Besucher bis heute nicht nur mit seinen Geschäften, sondern auch mit seinen Bogengängen und Giebelhäusern, die – vielleicht mehr noch als der St. Paulus Dom als das Wahrzeichen der Stadt gelten und ihr Erscheinungsbild maßgeblich geprägt haben.

Geschichte des Prinzipalmarkts

In seinen Grundzügen entstand der Prinzipalmarkt im 12. und 13. Jahrhundert, natürlich recht nah am damaligen ersten Dom der Stadt erbaut. Schon damals entstanden recht schnell die Bogengänge, anfangs allerdings noch nicht unter der Bezeichnung Prinzipalmarkt, obwohl die Straße sich in Hinblick auf ihre Ausdehnung und Häuserzahl seit dem 16. Jahrhundert kaum verändert hat.

Dabei hätte es durchaus die „Gelegenheit“ gegeben, den einstigen Markt zu modernisieren, wurden doch die meisten Gebäude im Zweiten Weltkrieg weitgehend oder sogar gänzlich zerstört.

Münster Bogengang

Die Stadt entschied sich zum Glück jedoch, die historischen Wurzeln nicht nur beizubehalten, sondern lediglich Veränderungen im Detail vorzunehmen: Viele Fassaden und Giebel wurden zwar neu- bzw. umgestaltet, doch Baumaterialien und – noch wichtiger – Grundstücke blieben weitgehend unangetastet. Er sieht heute dadurch sogar ein wenig einheitlicher aus als in der Vergangenheit.

Von 1901 bis 1954 stellte der Prinzipalmarkt darüber hinaus den Mittel- und Umsteigepunkt für die drei Straßenbahnlinien der Stadt dar und, nach der Einstellung der Straßenbahn, galt lange Zeit das Gleiche für Busse, bis diese in der jüngeren Vergangenheit weitgehend auf den Bült verlagert wurden.

Ein paar Busse fahren zwar noch über die Straße und auch von Autos kann sie genutzt werden, praktisch gesehen wirkt sie aber weitgehend verkehrsfrei. Radfahrer ausgenommen…

Einkaufen in Münster

Geschäfte & Öffnungszeiten

Der Prinzipalmarkt beheimatete einst überwiegend Händler und ist bis heute neben der Salzstraße und der Ludgeristraße die wichtigste Geschäftsstraße in Münster. Der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf relativ hochpreisigen, dafür aber zumindest teilweise eigenständigen Geschäften, die keinen (großen) Ketten angehören – diese findet man vor allem in der Ludgeristraße.

Zu den wichtigsten Läden zählen:

  • Modehaus Petzhold
  • Schuhhaus Zumnorde
  • Kösters Wohnkultur
  • Modehaus Schnitzler
  • Modehaus AppelrathCüpper
  • Juwelier Oeding-Erdel

Es gelten die für die Innenstadt üblichen Öffnungszeiten: Sie öffnen spätestens um 10 Uhr, viele auch schon um 9:30 Uhr, und schließen von Montag bis Samstag überwiegend um 19 Uhr. Weitere Läden findet man in der nördlichen und südlichen Verlängerung der Straße; im Drubbel und in der Rothenburg.

Ebenfalls am Prinzipalmarkt befinden sich das historische Rathaus von Münster, die Lambertikirche und auch zum Domplatz mit seinem Wochenmarkt ist es nicht weit. Darüber hinaus kann man direkt in die Salzstraße und in die Ludgeristraße abbiegen und so die drei Haupteinkaufsstraßen im Rahmen eines Shopping-Trips miteinander verbinden.

Münster: Rathaus am Prinzipalmarkt

Parken & Busse

Parkmöglichkeiten gibt es in der Innenstadt und damit in der unmittelbaren Umgebung zur Genüge: Der Parkplatz auf dem Domplatz und die Parkhäuser Alter Steinweg, Stubengasse, Arkaden und Theater stellen allesamt gute Optionen dar.

Wer am Wochenende und womöglich sogar erst in der Mittagszeit kommt, sollte aufgrund des großen Andrangs allerdings dem Parkleitsystem folgen: Im Zentrum sind die Plätze schnell vergeben, unter Umständen muss man auf den Aegidiimarkt oder Bahnhof ausweichen.

Einige Busse steuern den Prinzipalmarkt darüber hinaus weiterhin direkt am, vom Bahnhof beispielsweise die Linie 1, auch wenn man die nur knapp 1 km lange Strecke über Servatiiplatz und Salzstraße im Rahmen eines Stadtrundgangs problemlos zu Fuß bewältigen kann.

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