Schloss Münster & Botanischer Garten

Schöne Anlage zum Erholen, Eintritt kostenlos

Das Fürstbischöfliche Schloss Münster zählt zu den wichtigsten und auch bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nur knapp einen Kilometer westlich des Zentrums rund um den Dom gelegen, begeistert es Besucher mit seiner Architektur, dem großen Schlossplatz sowie dem tollen Botanischen Garten, der für sich allein genommen bereits einen Besuch wert ist.

Das Schloss

Das von 1767 bis 1787 erbaute Schloss entstammt, wie so manches in der Stadt, der Feder des bekannten Architekten Johann Conrad Schlaun. Das im Barockstil gestaltete Bauwerk sollte dem vorletzten Fürstbischof von Münster als Residenz dienen, von dem es aufgrund seines vorzeitigen Todes jedoch nie genutzt wurde.

Das „Fürstbischöfliche“ könnte man also genau genommen auch streichen, denn vorrangig wurde es in der Folgezeit vom Oberpräsidenten und dem kommandierenden General Westfalens bewohnt.

Schloss Münster: Garten

Weitgehend zerstört wurde das Schloss im Zweiten Weltkrieg, lediglich die Außenmauern und Teile der Inneneinrichtung fielen nicht den Bomben sowie den aus ihnen resultierenden Flammen zum Opfer. Kurz nach Ende des Krieges begann jedoch schon der Wiederaufbau und ab 1949 diente es der Westfälischen Wilhelms-Universität für Vorlesungen bis es dann 1954 gänzlich zum Sitz der Uni erklärt wurde.

Eine auf den ersten Blick ein wenig erstaunliche Verwendung, die den schlichten Grund hatte, dass das Schloss noch eines der weniger zerstörten großen Gebäude von Münster war und sich somit vergleichsweise gut für die Universität eignete. Heute macht es aber natürlich nur einen kleinen Teil der riesigen Institution aus.

Fassade vom Schloss Münster (Uni)

Das Innere des Gebäudes kann tagsüber relativ frei besucht werden, allerdings ist dort aus nachvollziehbaren Gründen nicht wahnsinnig viel Historisches zu sehen: Mit einem kleinen Rundgang um das Schloss herum, auf dem man seine Architektur bestaunen kann, ist es bei einem Besuch im Grunde getan.

Auf dem großen Schlossplatz findet zudem drei Mal im Jahr der Send statt, ein großer Jahrmarkt.

Botanischer Garten Münster

Der Botanische Garten

Ähnlich sehenswert wie das Schloss Münster selbst sind seine Botanischen Gärten, die sich hinter dem Hauptgebäude – also westlich davon – befinden. Die schon zu Beginn des 19. Jahrhundert ins Leben gerufene Anlage dient offiziell dem Zwecke der Lehre und Forschung, eignet sich jedoch wunderbar für Spaziergänge und ist, wie so viele Attraktionen in der Stadt, gänzlich kostenlos.

Der relativ weitläufige Botanische Garten begeistert mit seinem fast immer enorm gepflegten Zustand sowie seiner breiten Vielfalt an Pflanzen: Draußen findet man einen See, enorm viele heimische Blumen, Büsche, Bräume und Kräuter, in zahlreichen Gewächshäusern jedoch auch Wüsten- und Tropenpflanzen sowie eine Orangerie.

Tropenhaus im Botanischen Garten

Der Besuch diese kleinen Ruheoase lohnt sich ausnahmslos, wenn man auch nur in die Nähe des Schlosses gelangt. Führungen für Gruppen werden auf Wunsch angeboten, auch besondere Veranstaltungen gibt es hin und wieder.

Die Öffnungszeiten des Botanischen Garten sind im Sommer täglich von 9 bis 19 Uhr, im Winter von 9 bis 16 Uhr. Nicht weit entfernt findet man auch das Schlossgarten Café, das vor allem mit seiner guten Lage besticht.

Botanischer Garten: Ein Gewächshaus

Parken am Schloss
Da sich die meisten Parkhäuser nahe der Altstadt von Münster befinden, muss man ein kleines Stück laufen, um von dort aus den Botanischen Garten zu erreichen.

Allerdings ist auch das Parken direkt vor der Tür möglich; knapp 1000 Stellplätze stehen auf dem Parkplatz Schlossplatz zur Verfügung. Die Kosten liegen mit 0,60 Euro tagsüber je halbe Stunde deutlich unter den Parkgebühren der Innenstadt, in der man nach einem Besuch des Schlosses noch einen Stadtrundgang unternehmen könnte.

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